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Ausgabe vom  19.07.2007
Frauen & Politik  www.zwd.info
 Inhalt
1. zwd-Nachrichten
  • ARBEITSMARKT: EU-Kommission drängt auf Ende der Lohndiskriminierung
  • ALTER: Seniorinnen – die Konsumentinnen von morgen?
  • STATISTIK: Väter beziehen höheres Elterngeld
  • EUROPA: EU-Kommission startet Online-Umfrage über Diskriminierung
  • FRAUENRECHTE: Terre des Femmes:
    Steine werfen gegen Steinigung
  • STATISTIK: Frauenanteil bei Professuren steigt auf 15 Prozent
  • BADEN-WÜRTTEMBERG: Islamische Verbände gründen Arbeitskreis „Zwangsehe“
  • INTEGRATION: Union fordert Gleichberechtigung für Migrantinnen
  • BUNDESWEITE GRÜNDERINNENAGENTUR: Frauen übernehmen Betriebe am häufigsten, wenn „Not am Mann“ ist
    2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
  • KITAS: Ausbau-Tempo reicht nicht
  • BERUF UND PRIVATLEBEN: Vereinbarkeit geht alle an
  • INTERNATIONALES: Sechster Staatenbericht kommt zu spät
  • KINDERBETREUUNG: Gutscheinmodell verschlechtert Chancengleichheit
  • NATIONALER INTEGRATIONSPLAN: Meinung von Migrantinnen ungehört
  • BEILAGE CHANCEN. GLEICHHEIT UND POLITIK: Wissenschaftsrat: Gerechte Teilhabe nur mit Quote
    3. Termine
    4. Die Angebote des zwd im Überblick
    5. Kontakt
    6. Newsletter abmelden

     1. zwd-Nachrichten
    ARBEITSMARKT
    EU-Kommission drängt auf Ende der Lohndiskriminierung (19.07.2007)
    zwd Brüssel (ch). Das Lohngefälle zwischen den Geschlechtern in der EU beträgt durchschnittlich 15 Prozent zu ungunsten von Frauen. Die EU-Kommission hat am 18. Juli die Mitteilung „Tackling the pay gap between men and women“ veröffentlicht, in der sie die EU-Mitgliedstaaten auffordert, endlich aktiv gegen die Lohndiskriminierung von Frauen vorzugehen. In den vergangenen zehn Jahren habe sich im Bereich Lohngleichheit nahezu nichts verändert.
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    ALTER
    Seniorinnen – die Konsumentinnen von morgen? (18.07.2007)
    zwd Berlin (tag). Mit dem Begriff „Alter“ verbinden sich häufig negative Zuschreibungen wie Pflegebedürftigkeit. Eine vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) in Auftrag gegebene Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am 17. Juli vorgestellt hat, weist auf die Chancen des demografischen Wandels, das Wachstumspotenzial des deutschen Seniorenmarkts, hin. Um dieses auszuschöpfen, hat das BMFSFJ das Unternehmensprogramm „Wirtschaftsfaktor Alter – Unternehmen gewinnen“ gestartet.
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    STATISTIK
    Väter beziehen höheres Elterngeld (17.07.2007)
    zwd Wiesbaden (mih). Jeder dritte Vater hat im ersten Quartal 2007 mehr als 1.000 Euro Elterngeld pro Monat bekommen, aber nur jede zehnte Mutter. Dies teilte das Statistische Bundesamt am 17. Juli mit. Über 40 Prozent der Mütter bezogen den Mindestsatz in Höhe von 300 Euro monatlich.
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    EUROPA
    EU-Kommission startet Online-Umfrage über Diskriminierung (13.07.2007)
    zwd Brüssel (TICKER/mih). Die EU-Kommission hat eine Online-Anhörung zur Bekämpfung von Diskriminierung in den Mitgliedstaaten und auf EU-Ebene eingeleitet. Noch bis zum 15. Oktober können sich interessierte Privatpersonen und Unternehmen zum Thema äußern. Die Ergebnisse der Konsultation sollen der EU-Kommission helfen, Maßnahmen zu planen, mit denen sie auf Gebieten jenseits des Arbeitsmarktes gegen Diskriminierungen vorgehen kann.
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    FRAUENRECHTE
    Terre des Femmes:
    Steine werfen gegen Steinigung
     (11.07.2007)
    zwd Tübingen (TICKER/mih). „Steinigung ist eine grausame, unmenschliche Strafform, die nicht akzeptiert werden darf“, mahnte Christa Stoll, Geschäftsführerin von Terre des Femmes, anlässlich des internationalen Tages gegen Steinigung am 11. Juli. Mit einem neuen Plakatmotiv setzt die Frauenrechtsorganisation ihre bundesweite Dachkampagne „Gewalt gegen Frauen ist Alltag“ fort, die seit März läuft. Die Kampagne verbuchte in den ersten vier Monaten bereits über 10 Millionen Kontakte.
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    STATISTIK
    Frauenanteil bei Professuren steigt auf 15 Prozent (11.07.2007)
    zwd Wiesbaden (mih). Ende 2006 lehrten und forschten 37.900 Professoren und Professorinnen an deutschen Hochschulen, zeigen vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes vom 10. Juli. Während die Gesamtzahl seit Mitte der 1990er Jahre nahezu unverändert blieb, ist der Frauenanteil innerhalb der Professorenschaft seit 1995 von acht auf 15 Prozent gewachsen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kündigte ein Programm an, um diesen Anteil weiter zu steigern.
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    BADEN-WÜRTTEMBERG
    Islamische Verbände gründen Arbeitskreis „Zwangsehe“ (09.07.2007)
    zwd Stuttgart (ch). Ein respektvoller Umgang mit dem Ehepartner in Harmonie und Liebe schließt Gewalt aus, heißt es auf dem Flugblatt, mit dem der Zentralrat der Muslime (ZDM) Baden-Württembergs und die Islamische Glaubensgemeinschaft (IG) im Ländle eine neu gegründete Arbeitsgruppe bewerben. Der Arbeitskreis „Zwangs­ehe“ wurde am 6. Juli im Landtag der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wendet sich gegen die erzwungene Verheiratung von MuslimInnen und will vor allem Aufklärungsarbeit leisten.
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    INTEGRATION
    Union fordert Gleichberechtigung für Migrantinnen (05.07.2007)
    zwd Berlin (mih). „Frauen sind der Motor einer erfolgreichen Integration“, betonte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Maria Böhmer, am 4. Juli in Berlin. Im Vorfeld des Nationalen Integrationsgipfels (NIP) am 12. Juli hatte die CDU/CSU-Fraktion des Bundestags ExpertInnen mit unterschiedlichen kulturellen Hindergründen zu einem Gespräch über die Situation von Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund geladen. Deutlich wurde, dass die Union Gleichberechtigung fordert und durch Sensibilisierung fördern will, aber keinen Bedarf sieht, die rechtlichen Rahmenbedingungen etwa für zwangsverheiratete Frauen zu verbessern.
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    BUNDESWEITE GRÜNDERINNENAGENTUR
    Frauen übernehmen Betriebe am häufigsten, wenn „Not am Mann“ ist (02.07.2007)
    zwd Berlin (ch). In nur 15 Prozent der Betriebsübernahmen erhalten Frauen die Rolle der Chefin. Die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) will dem entgegenwirken und das öffentliche Bewusstsein für erfolgreiche Übernehmerinnen stärken. 16 Frauen, die sich trotz Vorurteilen durchgesetzt haben, werden seit dem 2. Juli in Berlin in der Wanderausstellung „Unternehmensnachfolgerinnen in Deutschland“ porträtiert.
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     2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
    KITAS
    Ausbau-Tempo reicht nicht
    zwd Berlin – Der Kita-Ausbau geht bislang nur schleppend voran. Das muss sich schleunigst ändern, da sonst bis 2010 kaum 230.000 neue Betreuungsplätze für unter-Dreijährige angeboten werden können. Der zweite Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) zeigt ferner: Die regionalen Unterschiede sind weiterhin enorm.
  •  ausführlich in FGP 245

    BERUF UND PRIVATLEBEN
    Vereinbarkeit geht alle an
    zwd Berlin – Das Thema Vereinbarkeit ist kein persönliches Problem von Frauen und Müttern. Deshalb muss die Politik ihre Maßnahmen konsequent auf beide Geschlechter ausrichten. Zur Herstellung einer gelungenen Work-Life-Balance bedarf es nach Auffassung von Stefan Reuyß vom Institut für Sozialwissenschaftlichen Transfer einer Dreifachstrategie.
  •  ausführlich in FGP 245

    INTERNATIONALES
    Sechster Staatenbericht kommt zu spät
    zwd Berlin – Der aktuelle 6. CEDAW-Staatenbericht nennt als herausragende gesetzgeberische Maßnahme das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Alle vier Jahre muss Deutschland den Vereinten Nationen Bericht erstatten, welche Forschritte bei der Gleichberechtigung der Geschlechter gemacht worden sind. Die Opposition kritisiert die verspätete Vorlage des Berichts und meldet Zweifel an der positiven Bilanz des Bundesfrauenministeriums an.
  •  ausführlich in FGP 245

    KINDERBETREUUNG
    Gutscheinmodell verschlechtert Chancengleichheit
    zwd Hamburg – Als Favorit beim Ausbau der Kinderbetreuung momentan in aller Munde: Das Hamburger Gutscheinsystem. Die Zahl der Betreuungsplätze, die Flexibilität und Qualität der Angebote seien gestiegen, so der aktuelle Kinder- und Jugendbericht der Hansestadt. Demgegenüber kritisiert die Opposition: Das Modell verschärfe die soziale Spaltung im Stadtstaat.
  •  ausführlich in FGP 245

    NATIONALER INTEGRATIONSPLAN
    Meinung von Migrantinnen ungehört
    zwd Berlin – Der Streit um das Mitte Juni novellierte Zuwanderungsgesetz hat den Integrationsgipfel am 12. Juli überschattet: Nicht nur bei türkischen Verbänden, auch in der Arbeitsgruppe für den Nationalen Integrationsplan (NIP) zum Thema Gleichberechtigung sorgten die Gesetzesänderungen für Unmut. Denn bei umstrittenen Themen wie dem Aufenthaltsrecht war die Meinung der Migrantinnen nicht gefragt, kritisierte der Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland (BMD).
  •  ausführlich in FGP 245

    BEILAGE CHANCEN. GLEICHHEIT UND POLITIK
    Wissenschaftsrat: Gerechte Teilhabe nur mit Quote
    zwd Berlin – Der Wissenschaftsrat hat erneut eindringlich an Forschung und Lehre appelliert, alle vorhandenen Instrumente zur Förderung der Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu nutzen. Andernfalls müssten in fünf Jahren Sanktionen greifen. In seinen „Empfehlungen zur Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern“ fordert der Wissenschaftsrat konkrete Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen im Wissenschaftsapparat.
  •  ausführlich in FGP 245

     Zur aktuellen Ausgabe

  •  3. Auswahl aus unserer Terminübersicht (mehr unter www.zwd.info)
    10.08.2007
    29th IFUW Triennial Conference
    Manchester, England
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    11.08.2007
    "Frauengeschichte(n). Die Geschlechterdebatte um 1800 in Weimar und aktuelle Diskurse in Europa"
    Weimar
     mehr Infos...

    28.08.2007
    “Gender Equality in Higher Education”
    Berlin
     mehr Infos...

    03.09.2007
    „Zwangsprostitution und Krieg im 20. +21. Jahrhundert“
    Fürstenberg
     mehr Infos...

    16.09.2007
    7. Sommerhochschule Informatica Feminale Baden-Württemberg
    Furtwangen
     mehr Infos...


     4. Die Angebote des zwd im Überblick
    Das zwd-Internet-Portal
    Mehr Inhalt, mehr Service bietet das zwd-Portal. Dieses können Sie über www.zwd.info erreichen.
    Folgende Angebote können Sie hier wahrnehmen:
     Nachrichten: Der zwd berichtet täglich über das Geschehen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik
     Dokumente: Thematisch geordnet bietet das umfangreiche Angebot eine fundierte Grundlage zum Vertiefen in aktuelle Themen
     Themendienst: Redaktion und GastautorInnen bereiten Hintergründe zu ausgewählten Themen auf
     Termine: Wichtige Veranstaltungen im Jahresüberblick
     Who is Who: Mit dem Adressdienst liefert die Redaktion eine Zusammenstellung frauenrelevanter AnsprechpartnerInnen auf allen Ebenen
     Linkdienst: Wer Internetquellen zum Thema Frauen sucht, findet hier einen guten Ausgangspunkt. Bestimmte Angebote sind in ausführlicher Form nur den AbonnentInnen zugänglich.

    zwd BILDUNG GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Über das bildungspolitische Geschehen in Bund und Ländern bleiben Sie mit dieser monatlichen Printausgabe des zwd informiert. Natürlich können AbonnentInnen auch das zwd Portal Bildung & Politik nutzen.

    zwd FRAUEN GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Diese monatliche Printausgabe des zwd bietet aktuelle Berichte und Hintergründe zur Frauenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik von Bund und Ländern. Ein Abonnement der kostenpflichtigen Printausgabe beinhaltet auch den Zugang zum zwd-Portal.

    FrauenGesundheit & Politik
    Regelmäßig erscheint dieses Supplement in der Printausgabe des zwd FRAUEN UND POLITIK (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es kann auch gesondert bestellt werden.

    e.punkt
    Nachrichten aus der virtuellen Welt – in dem Bildungsmagazin e.punkt geht es um politische Trends, Vorhaben und Initiativen zu Multimedia und eLearning. e.punkt erscheint regelmäßig als Supplement in der Printausgabe des zwd Bildung, Wissenschaft und Kulturpolitik (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es ist auch einzeln beziehbar.

    zwd-online
    Zugang zu allen Angeboten des zwd-Portals verschafft Ihnen das kostenpflichtige zwd-online-Abonnement. Wahlweise können Sie dieses für das Portal Frauen & Politik, das Portal Bildung & Politik oder beide Portale bestellen. Zusätzlich erhalten Sie das zwd-Informationsblatt zur Frauen- bzw. Bildungspolitik im Internet.


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     5. Kontakt
    zweiwochendienst Verlags-GmbH
    zwd-Redaktion
    Luisenstrasse 48
    10117 Berlin
    Tel.: 030 / 22 487 487
    Fax: 030 / 22 487 484
    Mail: frauen@zwd.info

     6. Newsletter abmelden
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