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Ausgabe vom  18.01.2008
Frauen & Politik  www.zwd.info
 Inhalt
1. zwd-Nachrichten
  • INTERVIEW MIT DER HESSISCHEN SPD-SPITZENKANDIDATIN ANDREA YPSILANTI: Frauenpolitik soll Kabinettsrang erhalten
  • BUNDESTAGSDEBATTE: Gleichstellungsgesetze ohne Wirkung
  • IRAN: Frauen werden häufiger gesteinigt
  • SPRACHE: „Herdprämie“ zum Unwort des Jahres 2007 gewählt
  • BUNDESVERFASSUNGSGERICHT: Rechtsprechung bleibt von Männern dominiert
  • RHEINLAND-PFALZ: SPD gegen Gesetz zur Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften
  • ZWANGSHEIRAT: Schnellere Hilfe für Betroffene von Zwangsehen und Ehrverbrechen
  • KURZ NOTIERT: zwd-Kurznachrichten Bundestag
    2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
  • Landtagswahlen in HessenFrauenpolitische Offensive statt Lila Pause
  • Fünf Jahre schwarz-gelbe FamilienpolitikVereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt für Niedersachsen eine Herausforderung
  • KindertagespflegeAttraktive Arbeitsbedingungen für Tagespflegekräfte gefordert
  • OECD-Studie „Babies and Bosses“Berufstätigkeit von Müttern schützt vor Kinderarmut
  • Frauen in den Geisteswissenschaften „Sich in Szene setzen“
  • Beilage Frauen.Gesundheit & PolitikKonzepte gegen sexualisierte Gewalt in der Pflege
    3. Termine
    4. Die Angebote des zwd im Überblick
    5. Kontakt
    6. Newsletter abmelden

     1. zwd-Nachrichten
    INTERVIEW MIT DER HESSISCHEN SPD-SPITZENKANDIDATIN ANDREA YPSILANTI
    Frauenpolitik soll Kabinettsrang erhalten (17.01.2008)
    zwd Wiesbaden (tag). Die hessische SPD-Spitzenkandidatin und Herausforderin von Roland Koch (CDU), Andrea Ypsilanti, hat die Frauenpolitik im Landtagswahlkampf zur Chefinnensache erklärt. Nach neun Jahren Lila Pause will sie bei einem Wahlsieg der SPD eine Stabsstelle für Frauenpolitik in der Staatskanzlei einrichten.
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    BUNDESTAGSDEBATTE
    Gleichstellungsgesetze ohne Wirkung (17.01.2008)
    zwd Berlin (jvo). Die Gleichstellung von Frauen in Politik und Wirtschaft geht nur im Schneckentempo voran. Der Frauenanteil in Ministerien und politischen Gremien auf Bundesebene hat sich trotz Gleichstellungsgesetzen kaum erhöht. Das Elternrecht auf Teilzeitbeschäftigung nahmen mit 91 Prozent fast nur weibliche Angestellte wahr. Der erste Erfahrungsbericht zum Bundesgleichstellungsgesetz zeige, dass Frauen stärker gefördert werden müssen, sagte die CDU-Abgeordnete Eva Möllring am 17. Januar im Bundestag. Das gelte auch für die private Wirtschaft.
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    IRAN
    Frauen werden häufiger gesteinigt (16.01.2008)
    zwd Berlin (tag). Die Mehrheit der im Iran zum Tod durch Steinigung Verurteilten ist weiblich. Iranerinnen würden in mehrfacher Hinsicht diskriminiert, geht aus dem aktuellen Bericht von Amnesty International (ai) „Hinrichtungen durch Steinigung ein Ende setzen“ (End executions by stoning) hervor. Beispielweise gelte die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb soviel wie die eines Mannes, erklärte Ruth Jüttner, ai-Expertin für den Nahen Osten.
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    SPRACHE
    „Herdprämie“ zum Unwort des Jahres 2007 gewählt (15.01.2008)
    zwd Berlin (tag). Das Unwort das Jahres 2007 lautet „Herdprämie“. Das Wort diffamiere Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen statt einen Krippenplatz in Anspruch zu nehmen, begründete die Jury um den Frankfurter Sprachwissenschaftler Prof. Horst Dieter Schlosser am 15. Januar in Frankfurt ihre Entscheidung.
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    BUNDESVERFASSUNGSGERICHT
    Rechtsprechung bleibt von Männern dominiert (14.01.2008)
    zwd Berlin (jvo). Die SPD hat zwei neue Bundesverfassungsrichter nominiert. Mit der bevorstehenden Wahl werde die „drohende Übermacht der Frauen" in der Justiz erfolgreich abgewendet, kommentierte der Deutsche Juristinnenbund nicht ohne Ironie die Entscheidung der Partei, erneut zwei Männer ins höchste Richteramt zu berufen. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte zunächst eine Frau als Nachfolgerin des scheidenden Vizepräsidenten Winfried Hassemer favorisiert. Offenbar konnte die SPD aber keine geeignete Kandidatin für das verfassungsgerichtliche Spitzenamt finden.
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    RHEINLAND-PFALZ
    SPD gegen Gesetz zur Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften (11.01.2008)
    zwd Berlin (jvo). Die rheinland-pfälzische SPD lehnt eine Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften im Landesrecht ab. Momentan werde an eine kurzfristige Änderung der Rechtslage nicht gedacht, teilte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Hartloff, ohne Angabe von Gründen dem Lesben- und Schwulenverband am 11. Januar mit. Im Juni letzten Jahres hatte der Verband der SPD-Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Anpassung des Landesrechts an das Lebenspartnerschaftsrecht des Bundes übersandt und sie gebeten, sich für eine baldige Gleichstellung von Lebenspartnern mit Ehegatten einzusetzen.
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    ZWANGSHEIRAT
    Schnellere Hilfe für Betroffene von Zwangsehen und Ehrverbrechen  (10.01.2008)
    zwd Berlin (tag). Die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes hat einen neuen Leitfaden erarbeitet, mit dessen Hilfe von Zwangsverheiratung und Ehrverbrechen betroffenen Frauen schneller und effektiver geholfen werden soll. Der nun vorliegende Leitfaden „Im Namen der Ehre“ sei längst überfällig gewesen, betonte die Bundesgeschäftsführerin von Terre des Femmes, Christa Stolle. Es habe sich gezeigt, dass viele MitarbeiterInnen von Behörden oder anderen Anlaufstellen den ratsuchenden Frauen bei ihren Problemen mit Zwangsheirat und Ehrverbrechen oftmals nicht adäquat helfen konnten.
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    KURZ NOTIERT
    zwd-Kurznachrichten Bundestag (09.01.2008)
  • Sprachnachweis bei Ehegattennachzug ohne Übergangsfrist
  • Anteil der Frauen in der Bundeswehr um das Dreifache gestiegen
  • Erhöhung des Kinderzuschlages nicht geplant
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     2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
    Landtagswahlen in Hessen
    Frauenpolitische Offensive statt Lila Pause
    zwd Wiesbaden. Zeitgleich mit Niedersachsen findet am 27. Januar die Landtagswahl in Hessen statt. Mit der bisherigen Frauen- und Gleichstellungspolitik der hessischen Landesregierung unter Roland Koch (CDU) ist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unzufrieden. Der gegenwärtige Stillstand in der Frauenpolitik sei nicht hinnehmbar, kritisierte Marita Eilrich, Landesfrauensekretärin im DGB.
  •  ausführlich in FGP 250

    Fünf Jahre schwarz-gelbe Familienpolitik
    Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt für Niedersachsen eine Herausforderung
    zwd Hannover. Die Qualifikation von Frauen solle nachhaltig gestärkt und gefördert werden. Dies müsse sich in der Erwerbsquote widerspiegeln. Darauf einigten sich die niedersächsische CDU und FDP vor knapp fünf Jahren in ihrem Koalitionsvertrag . Gemessen an diesem Ziel fällt die Bilanz der schwarz-gelben Regierung kurz vor der nächsten Wahl im Januar 2008 mager aus. Statt auf Frauenförderung setzte die Regierung vornehmlich auf Strategien zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Bundesregierung zufolge mit mäßigem Erfolg.
  •  ausführlich in FGP 250

    Kindertagespflege
    Attraktive Arbeitsbedingungen für Tagespflegekräfte gefordert
    zwd Berlin. Die Einführung der ab Januar 2008 vorgesehenen Besteuerung des Einkommens öffentlich vermittelter Tagesmütter wird um ein Jahr verschoben. Darauf hat sich die Finanzministerkonferenz der Länder im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium am 6. Dezember in Berlin verständigt. In der Zwischenzeit soll eine Lösung gefunden werden, welche auch die mit der Steuerpflicht verbundenen Nachteile einer Sozialversicherung berücksichtigt.
  •  ausführlich in FGP 250

    OECD-Studie „Babies and Bosses“
    Berufstätigkeit von Müttern schützt vor Kinderarmut
    zwd Berlin. Im Vergleich zu anderen Industriestaaten leben in Deutschland besonders viele Kinder in ärmlichen Verhältnissen. Dabei mangele es nicht an finanziellen Hilfen, sondern an Kindergärten und Ganztagsschulen, sagte Willem Adema, Experte für Familienpolitik bei der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD). Gerade allein erziehenden Müttern werde es schwer gemacht, durch ein eigenes Einkommen ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern.
  •  ausführlich in FGP 250

    Frauen in den Geisteswissenschaften
    „Sich in Szene setzen“
    zwd Berlin. Mehr als zwei Drittel der AbsolventInnen in den Geisteswissenschaften sind weiblich und doch haben sie nur ein knappes Viertel der Professuren inne. Auch der leichte Anstieg weiblicher ProfessorInnen von 19 auf 25 Prozent seit 2000 dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen im akademischen Werdegang immer noch systematisch benachteiligt werden, so die Broschüre des Workshops „Nüchterne Zahlen und inspirierende Vorbilder“ zum Jahr der Geisteswissenschaften 2007.
  •  ausführlich in FGP 250

    Beilage Frauen.Gesundheit & Politik
    Konzepte gegen sexualisierte Gewalt in der Pflege
    zwd Berlin. Viele alte und behinderte Frauen wünschen sich vor dem Hintergrund sexualisierter Gewalt in der Pflege eine weibliche Pflegeperson. Der Gesetzentwurf zur Pflegereform sieht bereits die Regelung vor, gleichgeschlechtliche Pflege nach Möglichkeit zu berücksichtigen. In ihrem Vortrag „Neue Herausforderungen in der Pflege“ hat die Altenpflegerin Martina Böhmer aufgezeigt, warum es wichtig ist, die Bedürfnisse gewaltbetroffener Frauen in die Pflegediskussion einzubeziehen.
  •  ausführlich in FGP 250

     Zur aktuellen Ausgabe

  •  3. Auswahl aus unserer Terminübersicht (mehr unter www.zwd.info)
    21.01.2008
    1968 - aus Frauensicht!
    Würzburg
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    22.01.2008
    Familienpolitik in Europa - Was machen andere Länder besser?
    Leipzig
     mehr Infos...

    24.01.2008
    Nur Jäger- und Sammlerlatein? Soziobiologie und Geschlecht
    Berlin
     mehr Infos...

    25.01.2008
    Aktuelle Rechtsfragen des SGB II aus anwaltlicher Sicht
    Hamburg
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    30.01.2008
    Mehr als bunte Tupfen im Bonner Männerclub - Sozialdemokratinnen im Deutschen Bundestag 1957-1969
    Berlin
     mehr Infos...

    01.02.2008
    Sprache und Macht - Rhetorik für Frauen
    Stassfurt
     mehr Infos...


     4. Die Angebote des zwd im Überblick
    Das zwd-Internet-Portal
    Mehr Inhalt, mehr Service bietet das zwd-Portal. Dieses können Sie über www.zwd.info erreichen.
    Folgende Angebote können Sie hier wahrnehmen:
     Nachrichten: Der zwd berichtet täglich über das Geschehen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik
     Dokumente: Thematisch geordnet bietet das umfangreiche Angebot eine fundierte Grundlage zum Vertiefen in aktuelle Themen
     Themendienst: Redaktion und GastautorInnen bereiten Hintergründe zu ausgewählten Themen auf
     Termine: Wichtige Veranstaltungen im Jahresüberblick
     Who is Who: Mit dem Adressdienst liefert die Redaktion eine Zusammenstellung frauenrelevanter AnsprechpartnerInnen auf allen Ebenen
     Linkdienst: Wer Internetquellen zum Thema Frauen sucht, findet hier einen guten Ausgangspunkt. Bestimmte Angebote sind in ausführlicher Form nur den AbonnentInnen zugänglich.

    zwd BILDUNG GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Über das bildungspolitische Geschehen in Bund und Ländern bleiben Sie mit dieser monatlichen Printausgabe des zwd informiert. Natürlich können AbonnentInnen auch das zwd Portal Bildung & Politik nutzen.

    zwd FRAUEN GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Diese monatliche Printausgabe des zwd bietet aktuelle Berichte und Hintergründe zur Frauenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik von Bund und Ländern. Ein Abonnement der kostenpflichtigen Printausgabe beinhaltet auch den Zugang zum zwd-Portal.

    FrauenGesundheit & Politik
    Regelmäßig erscheint dieses Supplement in der Printausgabe des zwd FRAUEN UND POLITIK (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es kann auch gesondert bestellt werden.

    e.punkt
    Nachrichten aus der virtuellen Welt – in dem Bildungsmagazin e.punkt geht es um politische Trends, Vorhaben und Initiativen zu Multimedia und eLearning. e.punkt erscheint regelmäßig als Supplement in der Printausgabe des zwd Bildung, Wissenschaft und Kulturpolitik (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es ist auch einzeln beziehbar.

    zwd-online
    Zugang zu allen Angeboten des zwd-Portals verschafft Ihnen das kostenpflichtige zwd-online-Abonnement. Wahlweise können Sie dieses für das Portal Frauen & Politik, das Portal Bildung & Politik oder beide Portale bestellen. Zusätzlich erhalten Sie das zwd-Informationsblatt zur Frauen- bzw. Bildungspolitik im Internet.


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     5. Kontakt
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    zwd-Redaktion
    Luisenstrasse 48
    10117 Berlin
    Tel.: 030 / 22 487 487
    Fax: 030 / 22 487 484
    Mail: frauen@zwd.info

     6. Newsletter abmelden
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