Kostenloser Newsletter des zwd 
Ausgabe vom  16.12.2010
Frauen & Politik  www.zwd.info
 Inhalt
1. zwd-Nachrichten
  • UN-RESOLUTION 1325: Bundesregierung will Rolle von Frauen in Friedensprozessen stärken
  • FRAUENGESUNDHEIT: Neuerscheinung: das zwd-Gesundheitsmagazin SPEZIAL IV
  • ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG: Bilanz zur Resolution 1325: Zu wenige Staaten mit nationalem Aktionsplan
  • GLEICHSTELLUNGSFRAGEN: Bundesgremien nur zu einem Viertel mit Frauen besetzt
  • MENSCHENRECHTE: Medica Mondiale beklagt schleichenden Verlust der Rechte von Afghaninnen
  • INTERNET: Neuer Girls’Day-Podcast informiert Mütter und Väter über MINT-Berufe
  • ARBEITSMARKT: Minijobs – „ein typisch westdeutsches Phänomen“
  • DGB-INDEX GUTE ARBEIT: Geringes Einkommen trotz Vollzeitarbeit: Frauen sind die Hauptbetroffenen
  • BUNDESTAGSDEBATTE: Union visiert verbindliche Frauenquote nicht vor 2018 an
    2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
  • In eigener Sache: Heftvorschau FGP 285/2010
  • Gesetzliche KrankenversicherungFrauen sind die Verliererinnen der Gesundheitsreform
  • OppositionKritik an Schröders „Kürzungsorgie“
  • zwd-BücherschwerpunktBücherFrauen – ein Netzwerk wird 20
  • „Frauen machen Neue Länder“Mehr Chefinnen-Sessel im Osten besetzt
  • Gleichstellung im ErwerbslebenUnionspolitikerinnen räumen ein: Freiwilligkeits-Prinzip gescheitert
    3. Termine
    4. Die Angebote des zwd im Überblick
    5. Kontakt
    6. Newsletter abmelden

     1. zwd-Nachrichten
    UN-RESOLUTION 1325
    Bundesregierung will Rolle von Frauen in Friedensprozessen stärken (16.12.2010)
    zwd Berlin (tag). Frauen und Mädchen gehören zu den Hauptleidtragenden bewaffneter Konflikte, jedoch spielen sie bei der Beilegung kriegerischer Auseinandersetzungen und in Friedensprozessen kaum eine Rolle. Die Bundesregierung hat deshalb in ihrem dritten Umsetzungsbericht zur UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ angekündigt, der weiblichen Stimme an den Verhandlungstischen mehr Gehör zu verschaffen. Nirgends auf der Welt könnten Konflikte gelöst werden, wenn Frauen – und damit die Hälfte der Bevölkerung – nicht einbezogen und ihre Bedürfnisse berücksichtigt würden, betonte Markus Löning (FDP), Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung.
     weiter...

    FRAUENGESUNDHEIT
    Neuerscheinung: das zwd-Gesundheitsmagazin SPEZIAL IV (16.12.2010)
    zwd Berlin. Im Rahmen der politisch-parlamentarischen Berichterstattung hat die Redaktion des zwd-Magazins FRAUEN.GESELLSCHAFT UND POLITIK eine neue Ausgabe ihres Extra-Magazins zur Frauengesundheitspolitik publiziert. Die Ende Dezember erscheinende 28-seitige Ausgabe FRAUEN.GESUNDHEIT&POLITIK (Spezial IV) enthält wichtige und aktuelle Informationen zur Gesundheitspolitik und Gesundheitsversorgung unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterperspektive.
     weiter...

    ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG
    Bilanz zur Resolution 1325: Zu wenige Staaten mit nationalem Aktionsplan (16.12.2010)
    zwd Berlin (tag). In einer Anhörung vom 13. Dezember haben Abgeordnete des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit“ (Auswärtiger Ausschuss) gemeinsam mit Fachleuten Erfolge und Defizite der seit zehn Jahren bestehenden UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ bilanziert. Bislang hätten nur 24 von 192 Staaten nationale Aktionspläne zur Resolution verabschiedet, monierte Expertin Heidi Meinzolt, Mitglied der Steuerungsgruppe des Frauensicherheitsrates und Nahostkoordinatorin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit. Auch Deutschland – von 2011 bis 2012 als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat vertreten – gehöre zu denjenigen Ländern, welche bislang einen solchen Aktionsplan verweigerten.
     weiter...

    GLEICHSTELLUNGSFRAGEN
    Bundesgremien nur zu einem Viertel mit Frauen besetzt (15.12.2010)
    zwd Berlin (tag). Am 15. Dezember hat die Bundesregierung den von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder vorgelegten fünften Gremienbericht zum Bundesgremienbesetzungsgesetz sowie den zweiten Erfahrungsbericht zum Bundesgleichstellungsgesetz beschlossen. Der durchschnittliche Frauenanteil von 24,5 Prozent in Bundesgremien zeige, dass eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen noch immer nicht besteht, konstatierte die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach.
     weiter...

    MENSCHENRECHTE
    Medica Mondiale beklagt schleichenden Verlust der Rechte von Afghaninnen  (10.12.2010)
    zwd Köln (tag). Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale zeigt sich besorgt über die Situation der Frauen in Afghanistan. Nachdem bereits in den letzten Jahren die Drohungen und Gewalt gegenüber Frauen zugenommen hätten, schränkten „die konservativen Kräfte Afghanistans vor den Augen der Weltöffentlichkeit Zug um Zug die Menschenrechte von Frauen und Mädchen weiter ein“.
     weiter...

    INTERNET
    Neuer Girls’Day-Podcast informiert Mütter und Väter über MINT-Berufe (09.12.2010)
    zwd Bielefeld (tag). Auf der Girls’Day-Internetplattform steht ab sofort ein neuer Podcast speziell für Eltern zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Film, der sich auf unterhaltsame Weise mit dem Thema Berufswahl auseinander setzt. Realisiert wurde er vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit.
     weiter...

    ARBEITSMARKT
    Minijobs – „ein typisch westdeutsches Phänomen“ (08.12.2010)
    zwd Düsseldorf (tag). Minijobs sind vor allem in ländlichen Regionen Westdeutschlands weit verbreitet. Eine neue Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung belegt, dass es sich bei mehr als jedem vierten Beschäftigungsverhältnis einer West-Frau um ein geringfügiges handelt. Im Landkreis Trier-Saarburg beispielsweise werden gleich 42,2 Prozent aller Frauen-Arbeitsplätze mit maximal 400 Euro vergütet, zeigt die WSI-Datenbank. Im Unterschied dazu beläuft sich die Minijob-Quote von Ost-Frauen auf 16,6 Prozent, kaum höher als die der Männer.
     weiter...

    DGB-INDEX GUTE ARBEIT
    Geringes Einkommen trotz Vollzeitarbeit: Frauen sind die Hauptbetroffenen (07.12.2010)
    zwd Berlin (tag). Der DGB-Index Gute Arbeit 2010 zeigt, dass zentrale Arbeitsdimensionen wie „Einkommen“ und „Aufstiegsmöglichkeiten“ am unteren Ende der Skala stehen. Dieses Ergebnis zeuge von der Unzufriedenheit vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, betonte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer bei der Vorstellung des Indexes am 7. Dezember in Berlin. So ist beispielsweise das Risiko – trotz Vollzeitarbeit ein geringes Einkommen von unter 2.000 Euro zu beziehen – bei Frauen deutlich größer als bei Männern.
     weiter...

    BUNDESTAGSDEBATTE
    Union visiert verbindliche Frauenquote nicht vor 2018 an  (03.12.2010)
    zwd Berlin (jvo). Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf der Grünen-Bundestagsfraktion, welcher eine sanktionsbewehrte Frauenquote bei der Besetzung von Aufsichtsräten vorsieht (Drs. 17/3296), zur Beratung an den Rechtsausschuss überwiesen. In der vorausgegangenen Bundestagsdebatte drängten die Oppositionsparteien auf eine verbindliche Regelung für die Privatwirtschaft, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.
     weiter...


     2. Lesen Sie in unserer aktuellen Printausgabe unter anderem:
    In eigener Sache
    Heftvorschau FGP 285/2010
  • djb-Befragung: Unternehmen leben Vielfalt nicht
  • Kommunale Frauenbeauftragten in Schleswig-Holstein: Warnung vor finanziellem Kahlschlag
  • Interview mit Carola Reimann: Pflege-Pläne von Frau Schröder ein Rückfall in Denkmuster vergangener Zeiten
  •  ausführlich in FGP 285

    Gesetzliche Krankenversicherung
    Frauen sind die Verliererinnen der Gesundheitsreform
    zwd Berlin. Mit einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen finanzieren. Der Deutsche Juristinnenbund (djb) sieht die Frauen als Verliererinnen dieser schwarz-gelben Reform. Weibliche Beschäftigte hätten meist niedrigere Einkommen, die Belastung sei folglich höher. Der djb geht davon aus, dass bereits in den kommenden Jahren viele Frauen an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Auch die zwd-Umfrage „Krankenversicherungen im Gender Check“ zeigt, dass besonders weibliche Versicherte auf die Solidarität der Gesellschaft angewiesen sind.
  •  ausführlich in FGP 284

    Opposition
    Kritik an Schröders „Kürzungsorgie“
    zwd Berlin. Einmütig haben die Oppositionsfraktionen im Bundestag die „Kürzungsorgie“ von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert. Die Streichungen beim Elterngeld und bei den Partnermonaten gingen zu Lasten der Frauen.
  •  ausführlich in FGP 284

    zwd-Bücherschwerpunkt
    BücherFrauen – ein Netzwerk wird 20
    Anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums haben die BücherFrauen eine Studie mit dem Titel „MehrWert“ herausgegeben. Darin machen die Netzwerkerinnen auf Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern in der Buchbranche aufmerksam.
  •  ausführlich in FGP 284

    „Frauen machen Neue Länder“
    Mehr Chefinnen-Sessel im Osten besetzt
    zwd Berlin. Im Osten nehmen mehr Frauen den Chefinnen-Sessel ein als im Westen. Rund ein Viertel der Führungspositionen in Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind mit weiblichen Spitzenkräften besetzt.
  •  ausführlich in FGP 284

    Gleichstellung im Erwerbsleben
    Unionspolitikerinnen räumen ein: Freiwilligkeits-Prinzip gescheitert
    zwd Berlin. In einer Bundestagsdebatte zur Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben haben auch Unionspolitikerinnen anerkannt, dass die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Wirtschaft gescheitert sei. Verbindliche Regelungen, wie in den Anträgen der Bundestagsfraktionen SPD (Drs. 17/821) und Die Linke (Drs. 17/891) gefordert, schließt die Regierungskoalition indes weiterhin aus.
  •  ausführlich in FGP 284

     Zur aktuellen Ausgabe

  •  3. Auswahl aus unserer Terminübersicht (mehr unter www.zwd.info)
    20.01.2011
    Jahrestagung "Verletzbarkeiten –
    Geschlechterwissenschaftliche Perspektiven"

    München
     mehr Infos...

    21.01.2011
    Gute Forschung und Lehre – gute Arbeit: Zwei Seiten einer Medaille
    Berlin
     mehr Infos...

    21.01.2011
    (Männer)Macht oder ökonomisches Gesetz? Zur (Un)Möglichkeit von Alternativen in der Krise, nach der Krise, vor der Krise
    Marburg
     mehr Infos...


     4. Die Angebote des zwd im Überblick
    Das zwd-Internet-Portal
    Mehr Inhalt, mehr Service bietet das zwd-Portal. Dieses können Sie über www.zwd.info erreichen.
    Folgende Angebote können Sie hier wahrnehmen:
     Nachrichten: Der zwd berichtet täglich über das Geschehen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik
     Dokumente: Thematisch geordnet bietet das umfangreiche Angebot eine fundierte Grundlage zum Vertiefen in aktuelle Themen
     Themendienst: Redaktion und GastautorInnen bereiten Hintergründe zu ausgewählten Themen auf
     Termine: Wichtige Veranstaltungen im Jahresüberblick
     Who is Who: Mit dem Adressdienst liefert die Redaktion eine Zusammenstellung frauenrelevanter AnsprechpartnerInnen auf allen Ebenen
     Linkdienst: Wer Internetquellen zum Thema Frauen sucht, findet hier einen guten Ausgangspunkt. Bestimmte Angebote sind in ausführlicher Form nur den AbonnentInnen zugänglich.

    zwd BILDUNG GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Über das bildungspolitische Geschehen in Bund und Ländern bleiben Sie mit dieser monatlichen Printausgabe des zwd informiert. Natürlich können AbonnentInnen auch das zwd Portal Bildung & Politik nutzen.

    zwd FRAUEN GESELLSCHAFT UND POLITIK
    Diese monatliche Printausgabe des zwd bietet aktuelle Berichte und Hintergründe zur Frauenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik von Bund und Ländern. Ein Abonnement der kostenpflichtigen Printausgabe beinhaltet auch den Zugang zum zwd-Portal.

    FrauenGesundheit & Politik
    Regelmäßig erscheint dieses Supplement in der Printausgabe des zwd FRAUEN UND POLITIK (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es kann auch gesondert bestellt werden.

    e.punkt
    Nachrichten aus der virtuellen Welt – in dem Bildungsmagazin e.punkt geht es um politische Trends, Vorhaben und Initiativen zu Multimedia und eLearning. e.punkt erscheint regelmäßig als Supplement in der Printausgabe des zwd Bildung, Wissenschaft und Kulturpolitik (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es ist auch einzeln beziehbar.

    zwd-online
    Zugang zu allen Angeboten des zwd-Portals verschafft Ihnen das kostenpflichtige zwd-online-Abonnement. Wahlweise können Sie dieses für das Portal Frauen & Politik, das Portal Bildung & Politik oder beide Portale bestellen. Zusätzlich erhalten Sie das zwd-Informationsblatt zur Frauen- bzw. Bildungspolitik im Internet.


    Ich möchte ein Angebot des zwd bestellen:
     zum Bestellcoupon

     5. Kontakt
    zweiwochendienst Verlags-GmbH
    zwd-Redaktion
    Luisenstrasse 48
    10117 Berlin
    Tel.: 030 / 22 487 487
    Fax: 030 / 22 487 484
    Mail: frauen@zwd.info

     6. Newsletter abmelden
    Newsletter Bezieher, die dieses Angebot nicht mehr nutzen wollen, können Sie sich bei folgendem Link austragen lassen:
     Newsletter abmelden

    AbonnentInnen bitten wir, entsprechende Änderungen in Ihrem Userprofil vorzunehmen. Sie gelangen in das Userprofil, indem Sie sich in einem der beiden Portale einloggen und in der rechten Navigation auf "Userprofil" klicken. Dort können Sie dann entsprechende Änderungen vornehmen.

    Impressum

    © Copyright zwd-online - Dieser Newsletter ist ein Produkt von zwd-online, dem Internet Service der zwd-Mediengesellschaft mbH für den Zweiwochendienst. Presserechtlich verantwortlich: Holger H. Lührig (V.i.S.d.P.), Luisenstrasse 48, 10117 Berlin Tel: 030-22 487 482, Fax: 030-22 487 484, Mailto: frauen@zwd.info, Internet: www.frauen.zwd.info