Kostenloser Newsletter des zwd 
Ausgabe vom  15.09.2005
Frauen & Politik  www.zwd-online.de
 Inhalt
1. zwd-Newscenter
  • BUNDESTAGSWAHL: Weit über 1.000 Stimmen für eine starke Frauenpolitik
  • GEW: Jenter: Keine Steuerpolitik nach Kirchhofschem Muster
  • ZWD-GESPRÄCH: Ursula Engelen-Kefer: „Bei den Arbeitsmarktreformen wenig Einsicht aus Frauensicht“
  • ZWD-GESPRÄCH: Elke Ferner: "Wir wollen unser frauenpolitisches Profil schärfen"
  • BUNDESTAGSWAHL: Grüne legen Beschäftigungsprogramm für Frauen vor
  • BUNDESTAGSWAHL: Steuerpolitischer Kahlschlag á la Kirchhof befürchtet
  • BUNDESTAGSWAHL: Westerwelle verurteilt Frauenbild der Union
  • GERWERKSCHAFTEN: Regina Görner zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall gewählt
  • STATISTIK: Im Westen sind Mütter meistens verheiratet
  • BUNDESTAG: Schmidt: Union will Familie im Ressort Gesundheit und Soziales angliedern
  • BUNDESTAGSWAHL: Merkel: Frauenpolitik wird nicht zur Chefsache
  • VERMITTLUNGSAUSSCHUSS: Warten auf das ADG
  • TV-DUELL: Merkel: „Paul Kirchhof hat vier Töchter, ich hab' mich mit ihm unterhalten“
    2. In der zwd-Printausgabe
  • BUNDESTAGSWAHL: Merkel schmückt sich mit fremden Federn
  • 12. Kinder- und Jugendbericht: Betreuungsausbau verändert überholte Arbeitsteilung
  • INTERVIEW: Metz-Göckel: „Es könnte eine neue Welle der Frauenbewegung geben"
    3. Termine
    4. Die Angebote des zwd im Überblick
    5. Kontakt
    6. Newsletter abmelden

     1. zwd-Newscenter
    BUNDESTAGSWAHL
    Weit über 1.000 Stimmen für eine starke Frauenpolitik (15.09.2005)
    zwd Berlin (utz/sop) -Auf breite Zustimmung ist der virtuelle Aufruf "Jetzt einmischen - für Geschlechterdemokratie" gestoßen, den Frauen aus Parteien, Gewerkschaften, Politikberatung, Medien und der Wirtschaft initiiert haben. Nur wenige Tage nach dem Start haben mehr als eintausend Frauen und Männer den überparteilichen Appell online unterzeichnet. Sie sprechen sich darin für eine Politik aus, die den Bedürfnissen von Frauen und Männern gleichermaßen gerecht wird.
     weiter...

    GEW
    Jenter: Keine Steuerpolitik nach Kirchhofschem Muster  (15.09.2005)
    zwd Frankfurt/Main (sop) – Mit Blick auf die Bundestagswahl am kommenden Sonntag hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für den Fall eines Regierungswechsels davor gewarnt, dass Frauen "um ihre hart erkämpfte finanzielle Unabhängigkeit und um die Fortschritte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bangen müssten". Anne Jenter, für Frauenpolitik verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, sagte: „Wir wollen eine Kanzlerin, die ihr Frausein ernst nimmt." Frauen dürften auf keinen Fall wieder an Herd und Wickeltisch gedrängt werden. Daher sollten alle Wählerinnen und Wähler genau darauf achten, ob bei der Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) auch drin ist, was drauf steht.
     weiter...

    ZWD-GESPRÄCH
    Ursula Engelen-Kefer: „Bei den Arbeitsmarktreformen wenig Einsicht aus Frauensicht“ (15.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Ursula Engelen-Kefer, zieht im zwd-Gespräch eine durchwachsene frauenpolitische Bilanz nach sieben Jahren Rot-Grün. Doch auch wenn die Gewerkschafterin gleichstellungspolitische Versäumnisse der Bundesregierung anmahnt, so bescheinigt sie ihr in vielerlei Hinsicht eine durchaus erfolgreiche Politik für Frauen.
     weiter...

    ZWD-GESPRÄCH
    Elke Ferner: "Wir wollen unser frauenpolitisches Profil schärfen" (15.09.2005)
    zwd Berlin (sop) - Die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, hält an einem Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft fest. Die SPD-Politikerin betonte im zwd-Gespräch (zwd Frauen und Politik, Ausgabe Nr. 222) allerdings auch, dass Unternehmen die bereits vorhandenen Instrumentarien stärker als bisher nutzen müssten. Für den Fall ihrer Wiederwahl wolle eine SPD-geführte Bundesregierung in der nächsten Legislaturperiode eine Reihe von gleichstellungspolitischen Themen anpacken: Die Bekämpfung der Lohndiskriminierung von Frauen, das Elterngeld als Lohnersatz, den Betreuungsausbau für Kinder ab zwei Jahren und ein Antidiskriminierungsgesetz werde eine SPD-geführte Regierung auf die Agenda setzen.
     weiter...

    BUNDESTAGSWAHL
    Grüne legen Beschäftigungsprogramm für Frauen vor (14.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – Knapp eine Woche vor der Bundestagswahl haben Bündnis 90/Die Grünen für den Fall ihrer Wiederwahl eine deutliche Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit in Aussicht gestellt. In einem 10-Punkte-Papier für mehr Beschäftigung hat die Grünen-Bundestagsfraktion am 12. September in Berlin die Absicht erklärt, Frauen eine gleichberechtigte Rolle im Erwerbsleben zu ermöglichen. Dafür sollen die Kinderbetreuung ausgebaut, Arbeitszeiten flexibilisiert und Lohnnebenkosten für niedrige Einkommen gesenkt werden.
     weiter...

    BUNDESTAGSWAHL
    Steuerpolitischer Kahlschlag á la Kirchhof befürchtet (13.09.2005)
    zwd Berlin (dia) – Der frauenpolitische Druck auf Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) nimmt zu. In einem offenen Brief fordert die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Helga Schulz, die CDU-Chefin auf, Auskunft über die im Fall ihres Wahlsiegs angekündigten Steuervergünstigungen zu geben. Bekräftigt wurde Schulz’ Forderung am 9. September von der Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner.
     weiter...

    BUNDESTAGSWAHL
    Westerwelle verurteilt Frauenbild der Union (12.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – FDP-Chef Guido Westerwelle hat auf dem Berliner Wahlparteitag CDU und CSU ein konservatives Frauenbild vorgeworfen. Westerwelle sagte am 9. September vor rund 667 Delegierten, „die Konservativen unterstellen einer Frau mit Kindern, die gleichzeitig arbeiten geht, dass sie eine Rabenmutter sei“. Im Gegensatz dazu stünden die Liberalen für eine Politik der Wahlfreiheit. Wenn sich jemand für Beruf und Familie entscheide, müsse der Staat die Rahmenbedingungen schaffen, so der Freidemokrat. In das siebenköpfige Kompetenzteam der Liberalen, das sich ausschließlich aus Präsidiumsmitgliedern zusammensetzt, wurden drei Frauen berufen.
     weiter...

    GERWERKSCHAFTEN
    Regina Görner zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall gewählt (07.09.2005)
    zwd Frankfurt/Main (TICKER/sop) - Der Beirat der IG Metall hat die ehemalige saarländische Frauenministerin Regina Görner (CDU) am 6. September in Frankfurt am Main zum ge­schäftsführenden Vorstandsmitglied gewählt. Regina Görner tritt damit die Nachfolge von Erwin Vitt (63) an, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht.
     weiter...

    STATISTIK
    Im Westen sind Mütter meistens verheiratet (07.09.2005)
    zwd Wiesbaden (TICKER/sop) - Jede dritte 37- bis 40-jährige Frau im früheren Bundesgebiet war im vergangenen Jahr (März 2004) kinderlos oder betreut keine Kinder mehr im Haushalt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 6. September war die Kinderlosigkeit der gleichaltrigen deutschen Frauen in den neuen Bundesländern und Berlin-Ost (22%) deutlich geringer, ebenso die der hier lebenden Migrantinnen (21%).
     weiter...

    BUNDESTAG
    Schmidt: Union will Familie im Ressort Gesundheit und Soziales angliedern (07.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – Im Gegensatz zur Union sieht Bundesfrauenministerin Renate Schmidt (SPD) in Rot-Grün eine Bundesregierung, die für eine moderne und an der Vielfalt der Lebensentwürfe ausgerichteten Familien- und Frauenpolitik steht. Schmidt kritisierte am 7. September in der Aussprache nach der Regierungserklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Frauen- und Familienpolitik seien im Programm der Union lediglich eine „versteckte Marginalie“.
     weiter...

    BUNDESTAGSWAHL
    Merkel: Frauenpolitik wird nicht zur Chefsache (07.09.2005)
    zwd Berlin (utz) - Die Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel will Frauenpolitik nicht zur Chefsache machen: „Dieser Begriff ist einfach diskreditiert. Denn nachdem Kanzler Schröder den Aufbau Ost zur Chefsache erklärt hatte, ist in dieser Hinsicht nichts mehr passiert.“, sagte die Unions-Kanzlerkandidatin am 5. September in Berlin. Statt über Frauenpolitik zu reden, solle man lieber handeln.
     weiter...

    VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
    Warten auf das ADG (06.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – CDU/CSU und FDP haben zwei große rot-grüne Gesetzesvorhaben endgültig zu Grabe getragen. In seiner Sitzung am 5. September hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat seine Beratungen sowohl zum Antidiskriminierungsgesetz (ADG) als auch zum Präventionsgesetz vorerst vertagt. Die Gesetzentwürfe müssen nun nach der Bundestagswahl am 18. September neu in den Bundestag eingebracht werden.
     weiter...

    TV-DUELL
    Merkel: „Paul Kirchhof hat vier Töchter, ich hab' mich mit ihm unterhalten“ (06.09.2005)
    zwd Berlin (sop) – Die Kanzlerkandidatin der Union, Angela Merkel, hat nach Angaben von SPD und Grünen beim TV-Duell am 4. September fälschlicherweise behauptet, der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab drei Jahren sei einer ihrer „wirklichen Leistungen zwischen 1990 und 1994“ als Jugendministerin gewesen. „Das ist unwahr,“ erklärte die Bundesschatzmeisterin der SPD, Inge Wettig-Danielmeier, am 5. September in Berlin. Die Aussage zum Rechtsanspruch sollte nicht Merkels einziger Fehltritt im TV-Duell bleiben, das mehr als 20 Millionen ZuschauerInnen verfolgt hatten.
     weiter...


     2. In der zwd-Printausgabe
    BUNDESTAGSWAHL
    Merkel schmückt sich mit fremden Federn
    zwd Berlin – Die Bundesschatzmeisterin der SPD, Inge Wettig-Danielmeier, er­­kennt die Aussage Merkels, der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung sei einer ihrer wirklichen Leistung als Jugendministerin gewesen, nicht an: Die Kanzlerkandidatin habe sich, erinnert sich die SPD-Poli­ti­kerin, laut Bundestagsprotokoll vom 25. Juni 1992 bei der Abstimmung zum Schwangeren- und Familienhilfegesetz der Stimme enthalten.
  •  ausführlich in FUP 222

    12. Kinder- und Jugendbericht
    Betreuungsausbau verändert überholte Arbeitsteilung
    zwd Berlin – Der Ausbau der Kinderbetreuung für alle Kinder unter Drei bietet Frauen die Chance, die Arbeitsteilung innerhalb der Partnerschaft in ihrem Sinne neu zu ordnen. Im 12. Kinder- und Jugendbericht, der am 25. August vorgestellt worden ist, hat die siebenköpfige Sachverständigenkommission auch ein geschlechterpolitisches Plädoyer für mehr und qualitativ bessere Betreuungsangebote gehalten.
  •  ausführlich in FUP 222

    INTERVIEW
    Metz-Göckel: „Es könnte eine neue Welle der Frauenbewegung geben"
    zwd Dortmund – Mit 35 Jahren wurde Sigrid Metz-Göckel als Professorin an die Universität Dortmund berufen, um dort das Hochschuldidaktische Zen­trum aufzubauen. Ende dieses Sommersemesters feierte die Soziologin und Frauenforscherin ihren Abschied aus dem aktiven wissenschaftlichen Leben. Ihre Biografie entspricht einem Stück feministischer Zeitgeschichte, und ihr Name ist eng mit der Institutionalisierung der Frauenforschung in Deutschland verbunden. Anlass für den zwd, die Expertin um einen Rück- und Ausblick zu bitten.
  •  ausführlich in FUP 222

     Zur aktuellen Ausgabe

  •  3. Termine
    16.09.2005
    Move it! Fachkongress und Messe für Existenzsicherung
    Wetzlar
     mehr Infos...

    16.09.2005
    „Schon abgehakt? Zehn Jahre 4. Weltfrauenkonferenz – Zehn Jahre Pekinger Aktionsplattform“
    Berlin
     mehr Infos...

    29.09.2005
    Oh Schmerz lass nach! Gleiche Krankheit anderer Schmerz. Geschlechtsspezifische Aspekte von Schmerzen.
    Berlin
     mehr Infos...

    07.10.2005
    "Übergänge erfolgreich gestalten - Strategien für Frauen in Naturwissenschaft und Technik"
    Mainz
     mehr Infos...


     4. Die Angebote des zwd im Überblick
    Das zwd-Internet-Portal
    Mehr Inhalt, mehr Service bietet das zwd-Portal. Dieses können Sie über www.zwd-online.de erreichen.
    Folgende Angebote können Sie hier wahrnehmen:
     Newscenter: Der zwd berichtet täglich über das Geschehen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik
     Dokumente: Thematisch geordnet bietet das umfangreiche Angebot eine fundierte Grundlage zum Vertiefen in aktuelle Themen
     Themendienst: Redaktion und GastautorInnen bereiten Hintergründe zu ausgewählten Themen auf
     Termine: Wichtige Veranstaltungen im Jahresüberblick
     Who is Who: Mit dem Adressdienst liefert die Redaktion eine Zusammenstellung frauenrelevanter AnsprechpartnerInnen auf allen Ebenen
     Linkdienst: Wer Internetquellen zum Thema Frauen sucht, findet hier einen guten Ausgangspunkt. Bestimmte Angebote sind in ausführlicher Form nur den AbonnentInnen zugänglich.

    zwd BILDUNG - WISSENSCHAFT - KULTURPOLITIK
    Über das bildungspolitische Geschehen in Bund und Ländern bleiben Sie mit dieser zweiwöchentlichen kostenpflichtigen Printausgabe des zwd informiert. Natürlich können AbonnentInnen auch das zwd Portal Bildung & Politik nutzen.

    zwd FRAUEN UND POLITIK
    Diese monatliche Printausgabe des zwd bietet aktuelle Berichte und Hintergründe zur Frauenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik von Bund und Ländern. Ein Abonnement der kostenpflichtigen Printausgabe beinhaltet auch den Zugang zum zwd-Portal.

    FrauenGesundheit & Politik
    Regelmäßig erscheint dieses Supplement in der Printausgabe des zwd FRAUEN UND POLITIK (ca. 6 Ausgaben im Jahr). Es kann auch gesondert bestellt werden.

    zwd-online
    Zugang zu allen Angeboten des zwd-Portals verschafft Ihnen das kostenpflichtigen zwd-online-Abonnement. Wahlweise können Sie dieses für das Portal Frauen & Politik, das Portal Bildung & Politik oder beide Portale bestellen. Zusätzlich erhalten Sie das zwd-Informationsblatt zur Frauen- bzw. Bildungspolitik im Internet.


    Ich möchte ein Angebot des zwd bestellen:
     zum Bestellcoupon

     5. Kontakt
    zweiwochendienst Verlags-GmbH
    zwd-Redaktion
    Luisenstrasse 48
    10117 Berlin
    Tel.: 030 / 22 487 487
    Fax: 030 / 22 487 484
    Mail: frauen@zwd.info

     6. Newsletter abmelden
    Sollten Sie keine weitere Zusendung wünschen, bitten wir um Entschuldigung für den unverlangt eingegangenen Newsletter. Sie müssen dann lediglich diese E-Mail mit dem Betreff "unsubscribe" beantworten: abo.zwd@t-online.de

    Newsletter Bezieher, die dieses Angebot nicht mehr nutzen wollen, können Sie sich bei folgendem Link austragen lassen:
     Newsletter abmelden

    AbonnentInnen bitten wir, entsprechende Änderungen in Ihrem Userprofil vorzunehmen. Sie gelangen in das Userprofil, indem Sie sich in einem der beiden Portale einloggen und in der rechten Navigation auf "Userprofil" klicken. Dort können Sie dann entsprechende Änderungen vornehmen.

    Impressum

    © Copyright zwd-online - Dieser Newsletter ist ein Produkt von zwd-online, dem Internet Service der eMediengesellschaft mbH für den Zweiwochendienst. Presserechtlich verantwortlich: Nathalie Sopacua (V.i.S.d.P.), Luisenstrasse 48, 10117 Berlin Tel: 030-22 487 487, Fax: 030-22 487 484, frauen@zwd.info, www.zwd-online.de