Kostenloser Newsletter des zwd 
Ausgabe vom  11.06.2004  Bildung & Politik  www.zwd-online.de
 Inhalt
1. zwd-Newscenter   
  • Hochschule / Wissenschaft / Forschung: Spitzenförderung: Union gespalten bei Beurteilung der Bund-Länder-Verhandlung   
  • Hochschule: Kritik an HRK-Forderung nach Studiengebühren   
  • Berufliche Bildung: SPD-Führung will Gesetz zur Ausbildungsumlage „einfrieren“   
  • Landtagswahl Thüringen: Kopf-an-Kopf-Rennen um die künftige Schulstruktur   
  • Kultusministerkonferenz: Jetzt kommt Bildung in die KiTas
  • 2. In der zwd-Printausgabe   
  • Landtagswahl Thüringen: Koalitionsfrage Bildungspolitik   
  • Hochschule: „Neue Wege in der Lehrerausbildung“   
  • Blickpunkt: Zu kurz gesprungen
  • 3. Termine
    4. Die Angebote des zwd im Überblick
    5. Kontakt
    6. Newsletter abmelden

     1. zwd-Newscenter
    Hochschule / Wissenschaft / Forschung
    Spitzenförderung: Union gespalten bei Beurteilung der Bund-Länder-Verhandlung (11.06.2004)
    zwd Berlin (ja) – Das Kabinett hat am 9. Juni die Einigung zwischen Bund und Ländern zur Finanzierung der Spitzenförderung in Wissenschaft und Forschung begrüßt, wie Regierungssprecher Thomas Steg mitteilte. Die „irritierende“ Äußerungen einiger Unionsminister, die nach dem Treffen am 7. Juni von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn mit jeweils vier AmtskollegInnen aus den A- und aus den B-Ländern das Verhandlungsergebnis in Frage gestellt hatten, nannte Steg „völlig unverständlich.“ Zuvor hatte unter anderen der hochschulpolitische Koordinator der Unionsländer, der baden-württembergische Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU), erklärt, ein abschließendes Ergebnis zwischen Bund und Ländern sei nicht erzielt worden. Dagegen sagte der sächsische Wissenschaftsminister, Matthias Rößler (CDU), dem zweiwochendienst, man habe sich bei dem Treffen mit Bulmahn grundsätzlich geeinigt.
     weiter...

    Hochschule
    Kritik an HRK-Forderung nach Studiengebühren  (10.06.2004)
    zwd Bonn (ja) – Überwiegend auf Ablehnung ist die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für die Einführung von Studiengebühren gestoßen. In ihrer Plenarsitzung am 8. Juni hatte sich die HRK für Semesterbeiträge in Höhe von 500 Euro ausgesprochen und damit ihre bisher ablehnende Haltung gegen die private Studienfinanzierung aufgegeben. BildungspolitikerInnen von SPD und Grünen sowie Studierendenvertretungen kritisierten den Vorschlag der Hochschulrektoren als „unausgegoren“ und „kontraproduktiv.“ Einzig die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche, glaubt, dass Studienbeiträge auch die Qualität der Lehre steigern könnten.
     weiter...

    Berufliche Bildung
    SPD-Führung will Gesetz zur Ausbildungsumlage „einfrieren“ (09.06.2004)
    zwd Berlin (ja) – Wenige Tage, bevor das geplante Gesetz zur Ausbildungsumlage (Berufsausbildungssicherungsgesetz) am 11. Juni im Bundesrat beraten wird, bahnt sich bei Rot-Grün ein Streit über das weitere strategische Vorgehen zur Lösung der Ausbildungsmisere an: Nachdem am 7. Juni im SPD-Präsidium die Möglichkeit erörtert worden war, das Gesetz „einzufrieren“, wenn es zu einer verbindlichen Vereinbarung mit der Wirtschaft kommt, reagierten Abgeordnete der Koalitions-Fraktionen mit Unverständnis. Jetzt eine solche Diskussion zu führen, sei „überflüssig, wie ein Kropf“, sagte am 9. Juni der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörg Tauss, dem zweiwochendienst.
     weiter...

    Landtagswahl Thüringen
    Kopf-an-Kopf-Rennen um die künftige Schulstruktur (08.06.2004)
    zwd Erfurt (ja) – Spannung verspricht die Landtagswahl in Thüringen am 13. Juni. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern sich in den aktuellen Umfragen die regierende CDU mit der Opposition aus SPD und PDS. Bündnis 90 / Die Grünen und die FDP hoffen jeweils, wieder in den Landtag einziehen zu können, was Spekulationen um mögliche Koalitionen unsicher macht - beide liegen in den Umfagen um fünf Prozent. Bildungspolitisch hingegen ist die Sache ziemlich eindeutig: Verliert die CDU die Regierungsverantwortung, rückt eine Schulstruktur-Reform in greifbare Nähe. Behält die Union - allein oder in einer Koalition - die Macht, bleibt alles beim Alten.
     weiter...

    Kultusministerkonferenz
    Jetzt kommt Bildung in die KiTas (07.06.2004)
    zwd Mainz (ja) - Ein Paradigmenwechsel steht für die Kindertagesstätten an: Die frühe Bildung soll einen verbindlichen Rahmen erhalten und der Übergang zwischen dem Elementar- und dem Primarbereich geglättet werden. Am 4. Juni beschloss die Kultusministerkonferenz eine gemeinsame Vereinbarung mit den JugendminsterInnen der Länder zu Richtlinien für „frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ sowie zur „Stärkung und Weiterentwicklung des Gesamtzusammenhangs von von Bildung, Erziehung und Betreuung“. Unter der Führung der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Doris Ahnen (SPD) betonten zudem erstmalig alle KultusministerInnen - auch die der unionsgeführten Länder - die hohe Bedeutung der Förderung von Kindern und Jugendlichen in Ganztagsschulen.
     weiter...


     2. In der zwd-Printausgabe
    Landtagswahl Thüringen
    Koalitionsfrage Bildungspolitik
    zwd Erfurt - Thüringen wählt. Dabei entscheiden die BürgerInnen am 13. Juni nicht nur über die Zusammensetzung des neuen Landtags, sondern auch, je nach Wahlausgang, über ihre künftige Schulstruktur. Das kleine Land in der Mitte der Republik könnte sich an die Spitze einer Reformbewegung stellen, die die frühe Selektion aufbrechen und längeres gemeinsames Lernen durchsetzen will. Das wollen nicht nur SPD, Grüne und PDS, sondern zunehmend auch die FDP. Einzig die Union mag sich nicht vom gegliederten Schulsystem ab der Klasse 5 trennen – so auch in Thüringen. Bildungspolitisch ist die CDU mit ihrem Ministerpräsidenten Dieter Althaus daher nur eingeschränkt koalitionsfähig. Nach den letzten Umfragen könnte die CDU aber die absolute Mehrheit verlieren, der Einzug von FDP und Grünen in den Landtag ist ebenso offen, wie der Kampf zwischen SPD und PDS um den zweiten Platz. Gemeinsam könnten sie möglicherweise die Union ablösen, aber SPD-Spitzenkandidat Christoph Matschie mag nicht mit den SozialistInnen koalieren. Unwahrscheinlich dürfte eine schwarz-grüne Regierung sein, denn insbesondere die Grünen haben ihren Wahlkampf auf bildungspolitischen Reformen aufgebaut, von denen nicht viel übrig bliebe. Das Problem hätte auch die SPD als Juniorpartner in einer großen Koalition. Es wird spannend am 13. Juni in Erfurt.
  •  ausführlich in BWK 09/2004

    Hochschule
    „Neue Wege in der Lehrerausbildung“
    zwd Essen - Innovative Konzepte der Lehrerausbildung sind am 7. Mai vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Stiftung Mercator prämiert worden: Die Universitäten Bamberg, Göttingen und Paderborn erhielten eine Auszeichnung verbunden mit einer Förderung von jeweils 240.000 Euro über drei Jahre. Eine Anerkennung wurden auch fünf weiteren Hochschulen für ihre Projekte ausgesprochen, die mit jeweils 90.000 Euro verknüpft wurden: den Gemeinschaftsprojekten der Universitäten Bielefeld und Bochum sowie der Universität und Fachhochschule in Münster, den Universitäten in Erfurt, Koblenz-Landau und Oldenburg.
  •  ausführlich in BWK 09/2004

    Blickpunkt
    Zu kurz gesprungen
    zwd (ja) - Die KultusministerInnen der Länder haben beschlossen, dass Bildung auch in den frühkindlichen Bereich gehört. Dafür hat sich die KMK mit den JugendministerInnen auf einen „gemeinsamen Rahmen für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen“ geeinigt. Daraus ergibt sich zwar noch keine gesetzliche Verpflichtung, aber eine höhere Verbindlichkeit ist in diesem Politikfeld vor dem Hintergrund der föderalen Machtverteilung eben nicht erreichbar. Daher ist der Beschluss zu begrüßen: Er bringt zum einen den frühkindlichen Bildungsaspekt aus den Sphären wohlmeinender Ankündigungen und Forderungen auf den Boden des politisch Fassbaren. Zum anderen schafft die Vereinbarung eine gemeinsame Basis, auf der die Länder ihre eigenen Bildungspläne aufbauen können – auch wenn sich bundesweite Standards für die Bildung der Kleinsten daraus noch lange nicht ableiten lassen. Entscheidender noch ist aber die Frage, ob die Einrichtungen finanziell und personell auch nur annähernd den künftigen Anforderungen gewachsen sind. Die KMK springt zu kurz, wenn sie erwartet, dass durch ein wenig Fortbildung für die ErzieherInnen langfristig ein Bildungsauftrag in Kindertagsstätten umsetzbar ist. Deren Ausbildung gehört laut ExpertInnen-meinung an die Hochschulen, mit allen Konsequenzen auch für die spätere Entlohnung. Und noch etwas: Soll frühe Förderung auch den Übergang zur Schule ebnen, muss zumindest das Vorschuljahr gebührenfrei werden. Sonst werden neue soziale Schieflagen bei den Bildungschancen produziert – und das dort wo es am schlimmsten ist: bei den Kleinsten.
  •  ausführlich in BWK 09/2004

     Zur aktuellen Ausgabe

  •  3. Termine
    12.06.2004
    Politik- und Projektmanagement 2004 - Weiterbildungsreihe mit Zertifikat
    Hannover
     mehr Infos...

    13.06.2004
    Europawahl

     mehr Infos...

    14.06.2004
    Lernen mit Gehirn
    München
     mehr Infos...


     4. Die Angebote des zwd im Überblick
    Das zwd-Internet-Portal
    Mehr Inhalt, mehr Service bietet das zwd-Portal. Dieses können Sie über www.zwd-online.de erreichen.
    Folgende Angebote können Sie hier wahrnehmen:
     Newscenter: Der zwd berichtet täglich über das Geschehen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik
     Dokumente: Thematisch geordnet bietet das umfangreiche Angebot eine fundierte Grundlage zum Vertiefen in aktuelle Themen
     Themendienst: Redaktion und GastautorInnen bereiten Hintergründe zu ausgewählten Themen auf
     Termine: Wichtige Veranstaltungen im Jahresüberblick
     Who is Who: Mit dem Adressdienst liefert die Redaktion eine Zusammenstellung bildungsrelevanter AnsprechpartnerInnen auf allen Ebenen
     Linkdienst: Wer Internetquellen zum Thema Bildung sucht, findet hier einen guten Ausgangspunkt
    In einigen Menüpunkten können Sie selbst Einträge vornehmen. Bestimmte Angebote sind in ausführlicher Form nur den AbonnentInnen zugänglich.

    zwd FRAUEN UND POLITIK
    Diese monatliche Printausgabe des zwd bietet aktuelle Berichte und Hintergründe zur Frauenpolitik. Der Schwerpunkt liegt auf der Politik von Bund und Ländern. Ein Abonnement der kostenpflichtigen Printausgabe beinhaltet auch den Zugang zu den Angeboten des zwd-Portals.

    zwd BILDUNG - WISSENSCHAFT - KULTURPOLITIK
    Über das bildungspolitische Geschehen in Bund und Ländern bleiben Sie mit dieser zweiwöchentlichen kostenpflichtigen Printausgabe des zwd informiert. Natürlich können AbonnentInnen auch das zwd Portal Bildung & Politik nutzen.

    zwd-online
    Zugang zu allen Angeboten des zwd-Portals verschafft Ihnen das kostenpflichtigen zwd-online-Abonnement. Wahlweise können Sie dieses für das Portal Frauen & Politik, das Portal Bildung & Politik oder beide Portale bestellen. Zusätzlich erhalten Sie das zwd-Informationsblatt zur Frauen- bzw. Bildungspolitik im Internet.


    Ich möchte ein Angebot des zwd bestellen:
     zum Bestellcoupon

     5. Kontakt
    zweiwochendienst Verlags-GmbH
    zwd-Redaktion
    Luisenstrasse 48
    10117 Berlin
    Tel.: 030 / 22 487 487
    Fax: 030 / 22 487 484
    Mail: redaktion@zwd.info

     6. Newsletter abmelden
    Sollten Sie keine weitere Zusendung wünschen, bitten wir um Entschuldigung für den unverlangt eingegangenen Newsletter. Sie müssen dann lediglich diese E-Mail mit dem Betreff "unsubscribe" beantworten: abo.zwd@t-online.de

    Newsletter Bezieher, die dieses Angebot nicht mehr nutzen wollen, können Sie sich bei folgendem Link austragen lassen:
     Newsletter abmelden

    AbonnentInnen bitten wir, entsprechende Änderungen in Ihrem Userprofil vorzunehmen. Sie gelangen in das Userprofil, indem Sie sich in einem der beiden Portale einloggen und in der rechten Navigation auf "Userprofil" klicken. Dort können Sie dann entsprechende Änderungen vornehmen.

    Impressum

    © Copyright zwd-online - Dieser Newsletter ist ein Produkt von zwd-online, dem Internet Service der eMediengesellschaft mbH für den Zweiwochendienst. Presserechtlich verantwortlich: Jan Almstedt (V.i.S.d.P.), Luisenstrasse 48, 10117 Berlin Tel: 030-22 487 487, Fax: 030-22 487 484, redaktion@zwd.info, www.zwd-online.de