In Sachsen-Anhalts Kulturbereich soll der Rotstift angesetzt werden
Verhandlungen mit Kulturverbänden über Pläne für massive Kürzungen im Kulturhaushalt
zwd Magdeburg (at). Die CDU-geführte Landesregierung in Sachsen-Anhalt plant, ihre Zuschüsse für Theater und Orchester zu kürzen. Seit Donnerstag laufen die Gespräche mit den kommunalen Trägern der Theater und Orchester im Land. Vor noch nicht einmal drei Monaten - am 28. Februar 2013 - hatte der vom Landtag eingesetzte Kulturkonvent in seinem Abschlussbericht empfohlen, den Kulturetat ab dem kommenden Jahr von 85 Millionen auf 100 Millionen aufzustocken. Diese Forderung war zwar vor allem in CDU-Kreisen, aber auch im vom SPD-geführten Finanzministerium auf Widerstand gestoßen. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) hatte dagegen erklärt, er halte die Erhöhung für „keine unverschämte Empfehlung.“
Bund muss Diskriminierung von Künstlerinnen endlich entgegenwirken
SPD fordert Gleichstellung von Frauen in Kunst, Kultur und Medien
zwd Berlin (kl). In den Bereichen Kunst, Kultur und Medien ist Deutschland immer noch weit von der Gleichstellung der Geschlechter entfernt. Künstlerinnen verdienen erheblich weniger als Künstler, arbeiten häufiger unter prekären Bedingungen, erhalten im Schnitt deutlich seltener Fördergelder und haben somit ein erhöhtes Risiko in der Altersarmut zu landen. Sogar bei der Größe der Ateliers ist eine Benachteiligung von Künstlerinnen feststellbar. Um diese Schieflage zu beseitigen, hat die SPD-Bundestagsfraktion die Bundesregierung aufgefordert, Frauen in vom Bund geförderten kulturellen, künstlerischen und medialen Institutionen, Programmen und Projekten gezielter zu fördern.