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Die Dienste

ZWD – Das Kürzel für die Zweiwochendienste

Am Anfang stand der zweiwochendienst Bildung Wissenschaft Kulturpolitik. „Zweiwochendienst“ – der Name ist Programm: alle zwei Wochen ein Dienst. Doch wichtiger als der Erscheinungsmodus war der Redaktion stets die Aktualität und Qualität der Dienste. Versprochen sind 20 Ausgaben pro Jahr mit einem Seitenumfang von 12 Seiten pro Ausgabe. Aber dieses Soll haben wir in allen Jahren weit übertroffen.

Nach dem im Oktober 1985 gestarteten Bildungsdienst folgte im September 1986 der zwd Frauen und Politik, dessen mehr als 200 Ausgaben die Frauenpolitik der letzten 18 Jahre widerspiegeln. Das zwd-Archiv der erschienenen Ausgaben steht AbonnentInnen auf Seiten des zwd-Internet-Portals zur Verfügung.

Die Themenvielfalt der Zweiwochendienste reicht in der Bildungspolitik von der frühkindlichen Bildung über die Schule, der beruflichen und akademischen Bildung bis hin zum Lebenslangen Lernen. Auch in der Frauenpolitik werden alle relevanten Politikbereiche einschließlich des Gender Mainstreaming beleuchtet. (Die Herstellung von Chancengleichheit auf allen Ebenen des Bildungswesen sowie zwischen den Geschlechtern ist Leitbild für die redaktionelle Produktion.)

Nicht zufällig ist Berlin Sitz der Redaktion, denn im Vordergrund der zwd-Berichterstattung stehen Bundestag und Bundesrat. Auch europäische Themen und die internationale Politik genießen – nicht erst seit der PISA-Studie oder den Weltfrauenkonferenzen – einen großen Stellenwert.

Eine kleine zwd-Geschichte:
Reformorientierung als Programm


Nach dem Sturz des SPD-Bundeskanzlers Helmut Schmidt am 1. Oktober 1982 und der danach von CDU-Kanzler Helmut Kohl angekündigten "geistig-moralischen Wende" standen reformorientierte BildungspolitikerInnen im Oppositionslager vor der Frage, mit welchen publizistischen Mitteln der Restauration in Bildung und Wissenschaft begegnet werden könne. Schließlich hatte die SPD gerade die langjährige Zeitschrift "Bildung und Politik", die zuletzt von SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz gefördert worden war, eingestellt.

Im Frühjahr 1985 reiften auf Initiative des Journalisten Holger H. Lührig die Pläne zur Herausgabe eines neuen bildungspolitischen Informationsdienstes. Er sollte dazu beitragen, die Meinungsführerschaft im Bildungsbereich, die den Reformkräften verloren gegangen war, zurückzugewinnen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt war, dass die bildungspolitische Berichterstattung in überregionalen Tageszeitungen wenig Hintergründe lieferte und eine überwiegend konservative Prägung aufwies. Deshalb war ein Leitmotto für den zwd:

"Berichten was so nicht in der Zeitung steht"

In Vorgesprächen mit Glotz, mit Wolfgang Clement (damals Parteisprecher), Inge Wettig-Danielmeier (damals Vorsitzende der bildungspolitischen Kommission des SPD-Vorstandes und zugleich Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) sowie Manfred Dammeyer (damals bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokraten im Bildungswesen) wurde deutlich, dass von der SPD kein neues Experiment einer bildungspolitischen Zeitschrift zu erwarten war. Angesichts der wenig überzeugenden Erfahrungen mit der SPD-eigenen Publizistik und mit Gewerkschaftsblättern war klar, dass der neue zweiwochendienst unabhängig von Partei und Gewerkschaften sein und sich auf Abonnementsbasis „am Markt“ durchsetzen musste. Im September 1985 erschien eine Null-Nummer eines auf ein 14tägiges Erscheinen angelegten bildungspolitischen Informationsdienstes mit dem Titel „zweiwochendienst Bildung Wissenschaft Kulturpolitik“.

Die Resonanz war überaus positiv, allerdings auch gemischt mit der Skepsis, ob sich ein solcher Dienst unsubventioniert würde halten können. Der Dienst, dessen erste Ausgaben am 2. bzw. 30. Oktober 1985 herauskamen, hat sich durchgesetzt, ein beachtliches Renommee gewonnen und ist, wie verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dem zwd zu seinem 10. Geburtstag und zuletzt wieder anlässlich der 200 Ausgabe des zwd Frauen und Politik bescheinigten, aus der publizistischen Landschaft nicht mehr wegzudenken.

 


 
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